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Vita

Die Leidenschaft für Kunst entwickelte ich bereits sehr früh. Im Alter von zehn Jahren bekam ich von meinem Vater eine lederne Malmappe mit der Aufschrift „Für Künstler“ geschenkt. Ich hatte mir diese Aufschrift damals so zu Herzen genommen, dass ich mich sogleich an ersten Skizzen ausprobierte, um mir sozusagen die Bezeichnung „Künstler“ zu verdienen. Seit dem legte ich den Stift nur noch selten aus der Hand und Kunst wurde für mich immer mehr zu einer Berufung, statt nur zu einem Hobby. Während meiner Schulzeit wurden viele meiner früheren Werke in der Schülerzeitung veröffentlicht. Dadurch erfuhr mein künstlerisches Schaffen zunehmende Aufmerksamkeit. Auch Flyer und Werbeplakate für schulische Veranstaltungen habe ich eigenhändig entworfen und ausgearbeitet, so dass ich von Lehrern und Klassenkameraden weitere Aufträge für künstlerische Gestaltungen bekam.

Mit der Umsiedlung nach Deutschland 1988 erlernte ich in der Gesamtschule Kaiserslautern Techniken wie Radierung- und Druckverfahren auf unterschiedlichen Oberflächen. Während eines deutsch-französischen Schüleraustauschs machte ich erste Erfahrungen mit deutschen- und französischen Kulturgütern. Den damaligen Versammlungsraum unserer Schule verzierte ich mit einer meterhohen Wandzeichnung des Brandenburger Tors und des Pariser Eiffelturms, um die  Freundschaft zwischen beiden Ländern symbolhaft darzustellen. Nach Abschluss der Schule 1991 wurde ich für einen Ausbildungsplatz zum Gestalter für visuelles Marketing, damals noch als Schauwerbegestalter bezeichnet, bei der Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH ausgewählt. Hier erlernte ich die kreative aber auch repräsentative Gestaltung von öffentlich einsehbaren Bereichen eines Geschäftes oder Veranstaltungsortes, was mir nicht zuletzt ein Gespür für die richtige Komposition von Farben und Objekten hin zu einem Gesamtbild ermöglichte. Nachdem ich die Ausbildung 1994 erfolgreich absolvierte, begann ich ein Fachabitur in Visueller Kommunikation. Durch diese Weiterbildung erwarb ich wichtige Kenntnisse in Farbenlehre, Design und Fotografie, dank derer mir zunehmend bewusst wurde, dass Kunst mehr als nur ein schön anzusehendes Gemälde bedeutet. Es ist ein Kommunikationsmittel, das für jeden Betrachter eine andere Botschaft in sich trägt.

Das Wissen über die Begrifflichkeit und Anwendung verschiedener Stilmittel und Techniken in der Kunst habe ich mir über Jahre durch Lehrbücher autodidaktisch angeeignet, zeichnete nach Vorlagen und kopierte von mir bewunderte Gemälde und Drucke. Zu meinen wichtigsten Inspirationen zählten schon immer Künstler, die meiner Meinung nach unser Kunstverständnis maßgeblich revolutioniert haben. Von Vincent Van Gogh, über Pierre-Auguste Renoir und Paul Cézanne, bis hin zu Salvador Dalí und René Magritte. Ihre Werke haben mich nachhaltig für die Stilrichtungen des Realismus, Surrealismus sowie Impressionismus  geprägt. Hauptsächlich widme ich mich jedoch der von Dalí entwickelten Stilrichtung des „Phantastischen Realismus“. Die bloße Wiedergabe der sichtbaren Wirklichkeit sucht man in meinen Werken vergeblich. Ich beschäftige mich mit den Dingen, die sich oft nicht auf den ersten Blick erkennen lassen. Gesichter versteckt in architektonischen Bauten und farbenprächtigen Landschaften sollen zu einem zweiten, dritten und vielleicht sogar vierten Blick motivieren. Immer öfter fügte ich solche kleinen Eigenheiten in meine Werke, so dass ich schnell zu meinem individuellen Stil fand und versuchte diesen in den Folgejahren kontinuierlich beizubehalten,damit jedes meiner Bilder eine persönliche Note trägt.

1996 fertigte ich mein erstes Öl-Gemälde an und begann eine Kollektion aus eigenen Arbeiten unter dem Künstlernamen „El’Casso“ zusammenzustellen. 1998 folgten erste Ausstellungen im regionalen- und überregionalen Raum. Inhaltlich umschließen alle Werke ein Grundthema, das mich besonders fasziniert: die komplexe, nicht zu greifende Welt und die Rolle des Menschen in ihr. Ich stellte an meine Bilder den Anspruch, wahrhaftig und doch nicht immer wahr zu sein. Verzerrte Traumwelten gehören genauso zum Dargestellten wie realistische Motive. Keines der Gemälde soll eine bestimmte Stimmung, ein Gefühl oder eine Idee transportieren, sondern vielmehr dem Betrachter erlauben, seine eigene Stimmung, sein eigenes Gefühl und seine Assoziationen auf das Bild zu übertragen – ein Anspruch, den ich auch bei meinen Vorbildern erfüllt fand. Nebendem Schaffen von eigenen Werken biete ich heute Kunstkurse für Anfänger und fortgeschrittene Kunstinteressierte an.

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